Donnerstag, 2. März 2023

Ich häkel mir einen Graphgan

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Ich wurde im Februar Tante! Für den neuen Erdenbürger - von dem ich ewig nicht wusste, ob es eine Nichte oder ein Neffe werden würde, wollte ich einen Graphgan - also, eine Motivdecke - häkeln :-) Meine ersten Versuche im C2C häkeln, könnt ihr HIER ansehen.

Über Etsy habe ich eine geschlechtsneutrale Graphik käuflich erworben. Und zwar die FourFriends von TwoMagicPixels.
 
Der Verkäufer auf Etsy bot für seine Projekte auch einen Wolle-Rechner an, der einem ausrechnen sollte, wieviele Knäuel von jeder Farbe man für diese Decke braucht. Das fand ich MEGA! Also suchte ich mir Wolle aus, wurde bei Buttinette fündig und trug die Daten der Wolle in diesem Wolle-Rechner ein. Der spuckte mir dann eine Liste aus und ich bestellte die gewünschte Wolle passend online.
 
Ein paar Tage später hatte ich alles beisammen. Das Garn "Lisa" von Buttinette besteht zu 55 % aus Baumwolle und zu 45 % aus Polyacryl. Sie ist super weich und bei 40 Grad waschbar. Ein Knäuel hat 50 g und eine Lauflänge von ca. 85 m. Allzu teuer ist sie auch nicht :-) Verhäkelt habe ich die Wolle mit einer Häkelnadel der Stärke 5.0.
Die Graphik ließ ich mir farbig und auf DIN-A2 von einer Bekannten (mit eigener Druckerei) plotten. Die ersten Kästchen des Graphgans häkelte ich nach unserem Sommerurlaub am 18. August 2022.
Ich hab nicht kontinuierlich gehäkelt. Hier mal eine Stunde, da mal zwei Stunden. Zwischendurch auch wieder 1-2 Wochen gar nicht, da ich gerade in den Sommermonaten beruflich sehr eingespannt war. 
Dann immer mal wieder die verknotete Wolle entwirren - die hat mich echt irre gemacht! Teilweise hatte ich bis zu 24 Knäule Wolle gleichzeitig in Bearbeitung. Dafür musste ich am Ende aber auch weniger lose Fäden vernähen.
Regelmäßig wurden die Fäden schon vernäht, damit es am Ende nicht zu viel auf einmal wird. Denn seien wir mal ehrlich: Es gibt kaum was schlimmeres als am Ende hunderte Fäden vernähen zu müssen!
Und leider merkte ich schnell, dass der tolle Wolle-Rechner nicht richtig funktioniert hatte. Denn mitten im Frosch ging mir die grüne Wolle aus. Also bestellte ich nach. Und nicht nur grün, sondern sicherheitshalber von jeder Farbe nochmal 1-2 Knäuel. Das ärgerte mich total, denn wenn ich direkt die richtige Anzahl bestellt hätte, wäre ich über den Mindestbetrag für eine kostenfreie Lieferung gekommen. So musste ich dann sogar zweimal das blöde Porto bezahlen :-(
Als die Nachlieferung da war ging es weiter. Und wieder reichte das Grün nicht ganz. Ich war mit dem Frosch fast fertig. Viel fehlte wirklich nicht mehr. Aber Grün war schon wieder am Ende. Also machte ich eine zweite Nachbestellung - und bestellte nochmal sicherheitshalber von jeder Farbe ein Knäuel mit. Und wehe, das würde am Ende immer noch nicht ausreichen!
Völlig egal, was ich versuchte, dass sich die Wolle immer wieder verknotete und verhedderte, konnte ich nicht verhindern. Irgendwann gab ich es auf, es überhaupt weiter zu versuchen und hockte mich lieber regelmäßig hin, um die Wolle wieder zu entwirren. Danach hatte ich dann wieder eine Weile Ruhe beim Häkeln...bis zum nächsten Mal.
Die Decke wuchs schnell und bereits Anfang Oktober hatte ich den ersten der vier Freunde - den Frosch - fertig. Und das, obwohl ich gefühlt erst 5 Tage gehäkelt hatte, weil ich zwischendrin immer mal wieder längere Unterbrechnungen hatte, weil ich keine Lust oder keine Zeit hatte, oder weil ich auf Wolle-Nachschub warten musste :-) Denn immerhin hatte ich ja auch noch eine 40-Stunden-Arbeitswoche und den Haushalt an der Backe.
Erst im November konnte ich mehr Zeit in die Decke investieren. Denn die Wintersaison begann und ich hatte jeden Tag eine Stunde mehr Zeit. Die hab ich jeden Abend in die Decke gesteckt. Oder auch mal ein paar Stunden mehr.
Das Wetter war ein treuer Verbündeter, denn an den Wochenenden im November und Dezember war das Wetter in Freiburg oft ziemlich mies. Das brachte mir weitere wertvolle Stunden, in denen wir nicht wandern konnten, um an der Decke weiter zu arbeiten.
Begonnen hatte ich in der unteren rechten Ecke. Die untere linke Ecke erreichte ich am 24. November 2022 :-)
Bis Weihnachten hatte ich gut die Hälfte der Decke fertig gehäkelt. Dann verbrachten wir zu Weihnachten ein paar Tage bei meiner Familie im Sauerland, in denen ich nicht häkeln konnte. Die Decke war zu groß und zu viele Knäule Wolle im Anschlag, um sie mal einfach so mitzunehmen. Außerdem sollte es ja eine Überraschung werden und mein Bruder samt Familie kam ja auch. Der Supergau, wenn die die Decke schon gesehen hätten!
Nach Weihnachten hatte ich noch Urlaub und ich hab sehr viel gehäkelt. Viel Wolle entknotet und stundenlang Fäden vernäht. Und ich musste tatsächlich noch zwei Nachbestellungen aufgeben :-/ Wennn ich nochmal so eine Decke häkeln sollte, dann bin ich definitiv besser vorbereitet!
Aber die Decke wuchs und das ziemlich schnell. Und dann war es plötzlich so weit...
Das letzte Kästchen häkelte ich am 22. Januar 2023 :-) Danach habe ich dann nochmal 3 Stunden lang lose Fäden vernäht! Ich hatte es so satt. Das ist echt das Schlimmste an der ganzen Decke gewesen. Dabei habe ich, da ich ja so viele Knäule gleichzeitig bearbeitet habe, kaum lose Fäden produziert. Das sagt doch alles, oder? Stellt euch vor, ich hätte bei jedem Farbwechsel neu angesetzt, statt die Wolle so weit es ging immer mitlaufen zu lassen. Puh, nee!
Nun hieß es, den Rand der Decke noch zu beschönigen. Eigentlich wäre sie ja mit dem letzten Kästchen fertig gewesen. Aber ich wollte noch einen schöneren Abschluss haben und häkelte drei Reihen feste Maschen außen herum. Das dauerte dann auch nochmal 5 Tage (immer abends). Und ich war fertig (am 27. Januar 2023)!
Fünf (!) Monate habe ich an dieser Decke gehäkelt. Trotz Haushalt, 2-3 Wanderungen, Besuchen bei SchwieMu, Vollzeitjob und Weihnachtsurlaub bin ich rechtzeitig vor der Geburt fertig geworden. Ich bin echt stolz auf mich. Denn das Endergebnis kann sich echt sehen lassen, wie ich finde. Mein allererster Graphgan ist fertig. 
Zugegeben, mit der Größe hab ich mich echt vertan. Wie gesagt, es ist die allererste Decke dieser Art, die ich je gemacht habe. Ursprünglich geplant war eine warme Decke für den Kinderwagen. So große Kinderwägen gibt es aber nicht :-D Am Ende misst meine Decke stolze 140 x 173 cm! Und sie wiegt 2,7 kg. Etwa 54 Knäule Wolle sind in der Decke verschwunden! Materialwert: 125 EUR. Viel übrig geblieben ist am Ende nämlich nicht. Da ich bereits weiß, dass die neue Wohnung der Familie viel Fliesenboden haben wird, können sie die Decke nun als "Krabbeldecke" benutzen und später als Tagesdecke für das Kinderbett. Die Kurze wird wohl länger was davon haben :-D
Im Großen und Ganzen hat es mir aber wirklich viel Spaß gemacht :-) Zur Geburt meiner NICHTE - wie ich im Oktober erfuhr - ging die Decke auf die Reise ins Münsterland. Das erste Geschenk der Patentante :-)



💕 Herzlich Willkommen auf der Welt, kleine Louisa! 💕

Freitag, 7. Oktober 2022

Ich übe für meinen allerersten Graphgan!

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Ich werde im Februar Tante! Und als Geschenk für den neuen Erdenbürger, von dem ich noch immer nicht weiß, ob es ein Neffe oder eine Nichte wird, will ich eine Babydecke häkeln. Und zwar nicht irgendeine, sondern so einen putzigen Graphgan. Die hab ich schon lange im Auge gehabt, mich nur nie ran getraut, weil es so furchtbar kompliziert aussah. 
 
Was ein Graphgan ist? Eine englische Wortkombination aus Graphic (= Graphik) und Afghan (= Häkeldecke). Also, eine Motivdecke :-D
Ich hab angefangen, mir erstmal die Häkeltechnik C2C (Corner to Corner = von Ecke zu Ecke) anzueignen. YouTube war da mal wieder ein treuer Helfer und die dort zu findenden Anleitungen sind super. Ich hab beim Üben zahlreiche Wollreste verbraucht.
Der erste "Übungslappen" war quasi uni aus dem Rest Wolle von meiner letzten Mütze. Nur einfarbig hatte ich den Dreh schnell heraus. C2C ist wirklich kein Hexenwerk, wenn man erstmal verstanden hat, wie es geht :-) Denn können muss man eigentlich nur Lufmaschen, Stäbchen und Kettmaschen. Aus mehr besteht C2C nämlich nicht.
Dann ging's an einen zweifarbigen "Übungslappen". Das Motiv ist eine eigene Erweiterung dieses YouTube Tutorials. Auch hier habe ich Wollreste verbraucht.
Liefen die ersten Reihen - auch mit Farbwechsel - noch super, wurde es irgendwann doch kompliziert. Denn obwohl ich nur zwei Farben häkelte, hatte ich sehr schnell einen massiven Wollknoten produziert!

Zwischenzeitlich hatte ich mir natürlich auch eine Decke für den neuen Erdenbürger ausgesucht. Da hätte ich allerdings mit 11 Farben zu tun! Und diese zwei Farben trieben mich schon fast in den Wahnsinn. Was hatte ich mir da nur vorgenommen?!
Als ich den zweiten Lappen fertig hatte, habe ich noch 2 Reihen feste Maschen drum herum gehäkelt, einfach, weil der Abschluss dann noch sauberer aussah. Das will ich später mit der Decke auch so machen :-)
 
Man konnte schon schön sehen, dass am Ende die Vorder- und Rückseite absolut gleich aussehen. Nur was (auf dem Foto oben) in der linken oberen Ecke schief gelaufen war, hab ich bis heute nicht rausfinden können. Aber irgendwie sehen die 4 Kästchen vom Rande des Herzens seltsam aus.

Die Decke...Ich hab am heimischen Drucker eine Ecke - die mit dem Frosch - probehalber ausgedruckt. Weil der Mann vergessen hatte mir zu sagen, dass aktuell keine Farbe im Drucker war, kam die Seite nur schwarz-weiß raus. Kein Problem. Ich hab mir das Blatt mit Buntstiften selbst koloriert :-D
Ich häkelte meinen dritten und letzten "Übungslappen" mit einem Teil des Original-Motivs. Wieder wurde ich zahlreiche Wollreste los :-) Und bei 4 Farben war der Wolle-Knoten schon extrem. Aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
 
Nach unserem Sommerurlaub, hab ich dann mit der richtigen Decke angefangen. Von der gibt es aktuell immer mal wieder ein bisschen was in meinem Alltagsblog zu sehen. Eine große Zusammenfassung wird es hier dann erst geben, wenn ich sie - hoffentlich pünktlich zur Geburt - fertig habe :-D

Montag, 3. Oktober 2022

Ich häkel mir eine 2. Long Beanie mit passenden Handstulpen

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Weil ich mir im letzten Winter so eine tolle warme Mütze gehäkelt hatte, wollte ich mir noch eine zweite häkeln. Denn im Schrank fand ich noch zwei Knäuel von einer tollen Farbverlaufswolle, die ich mal vor Ewigkeiten gekauft hatte, einfach nur, weil die die Farbe(n) so toll fand :-D

Danach lag die Wolle dann nur rum, weil ich eigentlich absolut keine Ahnung hatte, was ich daraus machen sollte. Aber so eine Mütze? Perfekt!
Also machte ich nach der gleichen Anleitung eine zweite Mütze. Mit einer Nadel der Stärke 4.5 musste ich bei der deutlich dünneren Wolle, die Maschenanzahl natürlich entsprechend anpassen. Aber das war schnell erledigt und die Mütze wuchs schnell.
Ich hab im Januar 2022 mit der Mütze begonnen. Dann eine längere Pause eingelegt und irgendwann im Frühsommer weiter gehäkelt.
Irgendwie war es schon komisch, in kurzer Hose und bei 30 Grad und mehr, an einer warmen Mütze zu häkeln. Aber das Teil war nicht so groß und ließ sich daher auch bei Hitze gut häkeln, ohne dass man gleich Schweißausbrüche bekam :-D
Mitte Juni war ich dann mit der Mütze fertig. Und es war noch super viel von der tollen Wolle übrig. Was tun? Zum wegwerfen war es zu viel. Zu schade drum. Aber für eine weitere Mütze, war es deutlich zu wenig. Dann fielen mir die Handstulpen wieder ein, die ich mal für eines von unseren DIY Projekten angefertigt hatte. Dafür sollte die Restwolle locker reichen. 
Und so begann ich mitten im Sommer, noch passende Handstulpen zur neuen Mütze zu häkeln. Auch diese ließen sich im Hochsommer super häkeln, da sie nicht zu groß waren.

Die Wolle fühlte sich auch tatsächlich eher kühl an, beim Verarbeiten. Bei der regelmäßgen Anprobe wurde es dann aber doch schonmal etwas schwitzig am Handgelenk :-D

Durch die viele Arbeit, habe ich im Sommer kaum Zeit und Lust, abends noch zu häkeln. Da bin ich meistens einfach platt und froh, wenn der Haushalt irgendwie erledigt wurde. Aber die Handstulpen wuchsen schnell, auch wenn ich nicht jeden Abend dran gesessen habe und immer mal nur 15 oder 20 Minuten dran rumgehäkelt habe.

Anfang Juli waren sie fertig. Und inzwischen sind sie gewaschen und es ist Herbst geworden. Bald kann ich sie wohl das erste mal tragen, denn morgens ist es inzwischen schon richtig kühl :-)

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Ich häkel mir eine Long Beanie

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In meinem Weihnachtsurlaub musste Schatz leider arbeiten. Ich hab die sturmfreien Nachmittage zum häkeln genutzt.
 
Denn bei Durchsicht meines Wolle-Vorrats fielen mir 3 Knäuel dieses hübschen Garns in die Hände. Das hab ich mal irgendwann gekauft, weil es mir so super gut gefiel und dann wusste ich mal wieder nicht, was ich damit anstellen sollte.
Fundstück im Wolle-Vorrat
Nachdem ich im November schon Netztaschen gehäkelt hatte und es im vergangenen Winter so richtig lange saukalt war, hatte ich die Idee, mir aus der wiedergefundenen Wolle eine richtig warme Mütze zu häkeln :-)
Maschenprobe
Eine Anleitung war auch schnell gefunden. Denn diese Beanie von Talu gefiel mir auf Anhief super gut.
Zuerst einmal muss eine Maschenprobe gemacht werden. Und ihr müsst euren Kopfumfang bestimmen. Dazu nutzt ihr am besten ein Maßband. Meine Rübe misst satte 56 cm! Das hatte ich zwar noch so im Kopf von damals, als ich im Musikzug Klarinette gespielt habe. Denn in meiner Uniform-Mütze hatte ich auch damals schon eine 56 ;-) Aber sicher ist sicher, also fix nachgemessen.
Das Bündchen wächst
Ihr braucht immer eine gerade Maschenanzahl. Bei dieser Wolle und meinem Kopfumfang kam ich auf 80 Luftmaschen als Grundlage für meine Beanie :-)
Das Bündchen wird mit Reliefstäbchen gehäkelt. Vor denen hatte ich mich bisher immer etwas gescheut, weil sie so kompliziert klangen. Aber auf YouTube gibt's tolle Anleitungen in bewegten Bildern und am Ende hab ich mich für bescheuert erklärt. Denn eigentlich sind auch Reliefstäbchen kein Hexenwerk :-D
Dem Mann ist mein Tun zu langweilig :-D Nickerchen vor der Arbeit ;-)
Das Bündchen wird immer abwechselnd mit vorderen und hinteren Reliefstäbchen gearbeitet, so entsteht dieses schicke Rippenmuster. Die Breite des Bündchens ist wieder individuell. Ihr macht es einfach so breit, bis es eure Ohren bedeckt.
Fäden vernähen ist mit der Lasso-Nadel ein Kinderspiel
Bei mir waren das in diesem Fall neben der Luftmaschenkette und der einen Reihe normaler Stäbchen noch 7 Reihen mit Reliefstäbchen.
Der Mittelteil der Mütze beginnt wieder mit einer Reihe normaler Stäbchen. Danach folgen immer abwechselnd eine Reihe hintere und eine Reihe vordere Reliefstäbchen.
Das wiederholt ihr einach so lange, bis die Mütze über den Scheitel reicht :-) Dann folgt zum Schluss noch die Spitze der Beanie. Dabei wird eine Reihe normaler Stäbchen abgenommen. Das heißt, immer abwechselnd ein Stäbchen und eine Abnahme häkeln. Wie man Stäbchen abnimmt, findet ihr auch auf YouTube ;-) Danach eine weitere Reihe hintere Reliefstäbchen, dann eine Reihe wo jedes normale Stb abgenommen wird (siehe Anleitung, Link oben).
Fertige Beanie - Außenseite
Zum Schluss die Mütze oben schließen und fertig ist eure Beanie. Die Farbe gefällt mir richtig gut und die Wolle ist super warm.
Fertige Beanie - Innenseite
Die Mütze passt perfekt und der Winter kann kommen :-) Ich will mir aber noch eine aus einer dünneren, leichteren Wolle häkeln. Die kann ich dann auch an kühleren Tagen im Herbst gut tragen :-)
Fertige Beanie - getragen
Gearbeitet habe ich diese Mütze mit Schachenmayr Fashion Leana, 50 g = 105 m. Die Wolle besteht aus 49 % Schurwolle, 49 % Polyacryl und 2 % Polyamid und ist bei 30 °C waschbar. Für diese Wolle habe ich eine Nadel mit der Stärke 5.5 verwendet.

Dienstag, 30. November 2021

Ich häkel mir eine Einkaufs-Netztasche

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Im Dezember geht es mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Ich bin gleich zweimal zum Wichteln verabredet. Einmal mit Heidi und einmal mit meinen Mädels. Ein tolles Wichtelgeschenk muss her. Und ich mag es, auch was selbstgemachtes zu verschenken. So kam ich auf die Idee, was selbstgemachtes - und gleichzeitig was nützliches - in meine Wichtelpakete zu packen :-)
 
Ein Retro-Einkaufsnetz sollte es sein. Die kennt sicher jeder von früher. Klein, leicht und handlich, sind sie dennoch ein wahres Raumwunder und tragen so allerhand. Meine Mutter hatte eines in knallrot. Meine Oma diverse in beige/natur. Öde! Meine sollten bunt werden!
 
Passenderweise hatte ich auch noch Baumwoll-Reste, die ich so optimal loswerden konnte :-)
 
Die Anleitung habe ich von Ars Textura übernommen und nach dem ersten Beutel für mich persönlich abgeändert, da mir bei ihrer Anleitung die Trageschlaufen irgendwie nicht stabil genug wirkten. Bis zum oberen Rand habe ich mich aber exakt an ihre Anleitung gehalten (für den großen Beutel).
Viel können muss man für so einen Beutel wirklich nicht. Ich denke, der ist auch für Anfänger gut geeignet. Denn können müsst ihr nur Luftmaschen (LM), Kettmaschen (KM), Feste Maschen (FM) und Stäbchen (Stb).
Der Beutel wächst schnell und ruck-zuck waren 3 Mini-Knäule Baumwollgarn verhäkelt. Bei meinem ersten Beutel habe ich die Henkel so angebracht, wie sie in der Anleitung von Ars Textura stehen. Allerdings habe ich sie von vornherein deutlich breiter und länger gehäkelt, als angegeben. Denn ich mag die Henkel gern länger, damit man die Tasche über die Schulter hängen kann. Und dann ist es auch besser, wenn die Henkel breiter sind, damit sie nicht so drücken bzw. einschnüren.
Vergleich Häkel-Netz gegen Leinenbeutel


Für Heidi hab ich den Beutel in pink und grau gehäkelt. Und es passt echt ordentlich was rein. Wie gesagt, diese Dinger sind wahre Raumwunder.
Beladen mit ca. 2 kg
Für meine Freundin AA gab es einen "Flammen-Beutel" in gelb, orange und rot. Hier hab ich bei den Henkeln schon etwas rumgetrickst und sie mit einer zusätzlichen Reihe fester Maschen (FM) befestigt, um mehr Stabilität zu bekommen. So richtig zufrieden war ich aber immer noch nicht.
So wie bei AA habe ich dann auch die Henkel an dem "Erdbeer-Beutel" befestigt, den ich für meine Mutter gehäkelt habe.



Inzwischen hatte ich schon reichlich Routine im Beutel häkeln. Zwei Fernsehabende im Winter und ein Beutel war fertig :-D
Und weil ich immer noch vier von diesen komischen Mini-Knäulen übrig hatte, die ich mal geschenkt bekam und drei Jahre nicht wusste, was ich damit anfangen sollte, habe ich mir selbst auch noch einen gemacht :-D
Bei meinem Beutel habe ich den oberen Rand noch mit 2 bzw. 3 Reihen fester Maschen umhäkelt und so die Henkel quasi in der Runde befestigt. So sind sie super stabil und machen einiges mit :-) Auf diese Weise entstehen 2 Reihen FM in den beiten breiten Lücken zwischen den Henkeln und 3 Reihen in den beiden schmalen Lücken zwischen den Henkeln.
Die Henkel selbst bestehen bei mir aus ca. 60 Reihen mit je 4 Stäbchen. Aber die könnt ihr, je nach Geschmack, länger, kürzer oder breiter machen.
erster Praxistest bestanden!
Ich liebe diesen Beutel! Es passt unglaublich viel rein. Wenn er leer ist, nimmt er nicht viel Platz weg. Er ist wiederverwendbar, super um Wollreste los zu werden und waschbar. Und in den knallbunten Farben zieht er auch immer wieder die Blicke auf sich :-D
 
Es gibt unzählige Anleitungen im Netz. Sowohl gedruckt, als auch als Videos bei YouTube. Schaut mal rein, wenn ihr mögt. Vielleicht findet ihr ja auch was passendes für euch. 

Verwendet habe ich hier ca. 80 g Baumwollgarn (Reste) mit der Nadelstärke 3.0

Ich häkle mir einen Glücksbringer für das neue Auto

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